Sucht

Kennen Sie das? Sie trinken ein Gläschen, die Anspannung eines anstrengenden Tages fällt ab, Sie sind schlagartig besser drauf und alles erscheint leichter.

Sucht passiert nicht von heute auf morgen. Sie entwickelt sich zumeist über einen längeren Zeitraum – manchmal dauert es Jahre.

Der Anfang:

An den ersten Konsum von Substanzen
oder eines speziellen Verhaltens
erinnern sich Menschen oft sehr genau.

So vielfältig die Menschen sind, so variantenreich sind ihre Erfahrungen. 

Ist das Erlebte angenehm, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung, um erneut diesen Zustand zu erfahren. Jeder Mensch macht nur Dinge, die ihm sinnvoll erscheinen – auch wenn das von der Außenwelt manchmal ganz anders wahrgenommen wird.

  • Sie erleben eine zufriedenstellende Entspannung, werden lustig und lachen viel,
  • fühlen sich umfassend geborgen und sicher,
  • haben das Gefühl Bäume ausreißen zu können – so leistungsfähig fühlen sie sich,
  • erspüren eine Verbundenheit mit der Welt oder anderen Menschen,
  • erleben endlich etwas Aufregendes neben dem grauen Alltag,
  • spüren plötzlich überhaupt wieder etwas oder
  • können seit langem endlich wieder einmal abschalten von belastenden Gedanken.

So vielfältig die Menschen sind, so variantenreich sind ihre Erfahrungen. 

Wie kann ich Sie unterstützen?

Ich arbeite mit der Methode des Psychodrama. Ich arbeite mit Menschen, die sich in akuten Krisen befinden und bin unter anderem auf das Thema Sucht spezialisiert.

Der Weg in die Sucht:

Eine Sucht entwickelt sich,
wenn der Substanzkonsum oder
das Verhalten sich vermehrt wiederholen.

Wenn dabei negative Konsequenzen auftauchen, wenn es zu viel wird und öfters vorkommt und man beginnt, eine Substanz oder ein Verhalten in unterschiedlichen Lebenslagen einzusetzen – sozusagen zu funktionalisieren.

Passiert das automatisch und wird dadurch zur Gewohnheit besteht die Gefahr, dass man sich in eine Suchtspirale bewegt. Das Leben wird nach der Sucht ausgerichtet, alles andere ist zweitrangig, wie z.B. Partner/innen, Kinder, Arbeit etc.
Der Konsum bzw. das Verhalten wird trotz negativer Folgen weiter aufrecht erhalten.

Der Weg aus der Sucht:

Der Ausstieg aus der Sucht ist für Betroffene sehr herausfordernd, da neue Wege im Umgang mit dem Lebensalltag und ihren Beziehungen gefunden werden müssen.

Psychotherapie unterstützt Sie dabei, die eigene Motivation zu finden und aufrechtzuerhalten und hilft beim Herausarbeiten von lebensrelevanten Zielen und Perspektiven – um dem Wunsch, das eigene Leben zu gestalten und selbst Regie zu führen, ein Stück näher zu kommen.

Schritt für Schritt, im eigenen Tempo und nach Möglichkeiten, kann so an der Umsetzung eines Lebens frei von Abhängigkeit gearbeitet werden.

Was kann eine Psychotherapie für Angehörige leisten?

Ich unterstütze Angehörige unter anderem dabei, das eigene Leben wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken oder im Falle eines suchtkranken Elternteils sich mit Beziehungserfahrungen aus der Kindheit auseinanderzusetzen.

Sucht und Angehörige:

Sucht hat ebenfalls Einfluss auf die Menschen im sozialem Umfeld – auf die Partner/innen, Kinder, Eltern, Freunde, usw.

Angehörige sind oftmals gefordert, einen Umgang mit Schuldgefühlen, Hilflosigkeit, Wut, großer Loyalität, Abgrenzung, Verletzungen und dem Wunsch nach Liebe zu finden.

In diesem Spannungsfeld verlieren Angehörige manchmal einen Zugang zu sich selbst und beschäftigen sich hauptsächlich mit dem suchtkranken Menschen. Diese Orientierung am Anderen (in dem Fall mit dem Suchtkranken) ist ungemein belastend und nicht selten entwickeln Angehörige eigene Symptome wie bei einem Burnout (Erschöpfung, Leistungsabfall, massiv gestresst etc.).

Hier gilt es für Angehörige unter anderem wieder einen Zugang zu sich selbst zu finden, die eigenen Grenzen neu erspüren und setzen zu lernen und das eigene Leben wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

Erwachsene Kinder suchtkranker Eltern tendieren manchmal dazu, sich suchtkranke Beziehungspartner bzw. Beziehungspartnerinnen zu suchen – hier bedarf es unter anderem einer Auseinandersetzung mit den Beziehungserfahrungen aus der Kindheit, um aus dem Muster der Beziehungswahl aussteigen zu können.