Veränderung

Kennen Sie solche oder ähnliche Gedanken?
Ab morgen esse ich weniger Süßigkeiten!
Eigentlich hätte ich schon die ganze Woche für meine Prüfung lernen sollen, aber ich schaffe es einfach nicht, mich zu motivieren.
Ich will alles und kann mich nicht entscheiden.
Soll ich bleiben oder gehen?

Dauerhafte Veränderung gelingt, wenn der Kopf und das Herz in die gleiche Richtung wollen.

Veränderung.

Ein natürlicher Prozess.

Wenn ich mich verändern möchte, durchlaufe ich verschiedene Phasen in einem Veränderungsprozess. Meist passiert das unbewusst und ganz natürlich, manchmal hackt es aber in der einen oder anderen Phase, sodass keine Veränderung passiert.

Menschen verändern sich ständig, manchmal bewusst, oft auch ganz unbewusst – nebenbei sozusagen.
Ich trinke z.B. jeden Morgen Kaffee. Doch neulich habe ich von einer neuen Teemischung gelesen, die viel gesünder sein soll, also probiere ich das am folgenden Morgen mal aus – ganz leicht verändere ich hier mein Morgenritual. Veränderungen passieren ständig im Alltag, oft ganz leicht und locker. Altes wird verändert, Neues bereichert unser Sein.

Daneben kann es aber immer wieder Dinge in meinem Leben geben, die mir unglaublich schwer fallen zu verändern.

Gründe dafür können sein,

  • ich kann mich nicht entscheiden, was besser oder richtiger wäre/ welche Richtung ich einschlagen soll
  • ich habe keinen Plan, wie ich das alles angehen soll/ wie ich das am besten umsetze
  • ich weiß zwar, dass es nicht so weiter gehen kann, ich habe aber noch keine Ahnung, was besser passen/ sein sollte/ wo ich überhaupt hin will
  • ich bin verzweifelt, da ich die Veränderung schon mehrmals probiert habe, sie aber nie lange gehalten hat oder ich es nur ganz kurz geschafft habe
  • ich weiß was ich tun sollte, schiebe es aber dauernd vor mir her, anstatt das ich es angehe
  • ich will niemanden enttäuschen – andere nicht und/ oder mich nicht
  • ich habe Angst zu versagen und probiere es deswegen besser gar nicht
  • ich kann mich nicht entscheiden, weil beide Seiten Verlust und Gewinn mit sich bringen

Diese Gründe sind nur einige von zahlreichen, die einen daran hindern können, etwas in seinem Leben zu verändern.

Es geht darum, mit ihren ureigenen, persönlichen Hinderungsgründen einen Umgang zu finden, damit Sie Schritte in die für Sie gewünschte Richtung machen können.

Wie ich Sie unterstützen kann:

Ich biete Psychotherapie für Sie, wenn Sie Schwierigkeiten mit Veränderungen haben oder Unterstützung bei einer Entscheidungsfindung und Umsetzung einer Veränderung möchten.

Change, change, change …
Ja, ich will, ich kann, ich werde!

Drei Zutaten, die das Wesen einer Veränderung ausmachen:

  • Die Wichtigkeit des erwünschten Ziels, wohin ich mich verändern will.
  • Das Zutrauen in meine Fähigkeit, dass ich die Schritte erfolgreich umsetzen kann.
  • Die Bereitschaft und der richtige Zeitpunkt, die Veränderung hier und jetzt umzusetzen.

Was kann ich dabei für Sie tun?

Ich kann Sie dabei begleiten, gemeinsam ihre Veränderungsmotivation und Ziele zu erforschen, um diese dann mit ihren innersten Werten und Wünschen in Einklang bringen.

Im nächsten Schritt geht es darum, Strategien für die Umsetzung der Veränderung zu erarbeiten, damit das Handeln entlang den eigenen Vorstellungen gelingt.

Dauerhafte Veränderung

Neurobiologische Erkenntnisse über das Erlernen und Verlernen von Handlungen bestätigen, dass langfristiges verändertes Handeln dann möglich ist, wenn unser Verstand (Logik/ Gedanken), unsere Gefühle und unser Erfahrungswissen in einem Boot sitzen und die gleiche Richtung als Ziel haben.

Ambivalenz

Grundvoraussetzung für Veränderung ist die Ambivalenz. Ambivalenz meint, dass ich zwischen zwei Möglichkeiten hin und her pendle.

Veränderung bedeutet oftmals einen Verlust von Etwas, sowie einen Gewinn von Etwas. Beides ist relevant zu betrachten. Das Beibehalten eines Verhaltens als auch die Veränderung können Nachteile als auch Vorteile mit sich bringen.

Stellen Sie sich vor, Sie geben jeden negativen Aspekt und jeden positiven Aspekt in eine Waagschale – in welche Richtung pendelt die Waage? In die der „so weiter tun wie bisher“- Schale (Beibehaltung) oder in die des „Neuen, des Anderen“- Schale (Veränderung)?

Diese Phase im Zuge eines Veränderungsprozesses nennt man nach Prochaska und DiClemente Absichtsbildung. Das heißt, ich bilde meine Absicht und wäge ab was für eine Veränderung und was gegen eine Veränderung spricht. Diese Phase kann sehr knackig und rasch durchlaufen werden, manchmal sind Menschen aber über lange Zeit in dieser Phase „gefangen“. Diese Phase der „Zerrissenheit“ kann große innere Spannungen auslösen.

In der Begleitung von Veränderungsprozessen wird gemeinsam an der Auflösung der Ambivalenz gearbeitet, sodass Sie zu einer Entscheidung finden können.

Wie arbeite ich mit Ihnen an Veränderung?

Ich verbinde die Methode des Psychodramas mit dem Motivational Interviewing und dem Zürcher Ressourcenmodell.

Diese Methoden bilden eine kreative, ganzheitliche und lustvolle Ergänzung in der Arbeit mit dem Thema Veränderung.

Meine Erfahrung mit Veränderungsprozessen

Ich selbst kenne das Thema der Veränderung persönlich sehr gut.

Oftmals komme ich recht rasch zu einem Punkt an dem ich weiß, was ich will, um dann im Anschluss daran diese Veränderung umzusetzen.

Ich kenne es jedoch aus eigener Erfahrung, dass ich mich nicht für eine Option entscheiden kann, da meine Bedürfnisse scheinbar widersprüchlich sind oder beide Möglichkeiten ähnlich verlockend oder schlecht sind.

Im Zuge meiner langjährigen Tätigkeit in der Suchtarbeit, wo es sehr stark um Veränderung geht, habe ich mich sehr intensiv mit Veränderungsprozessen aus einander gesetzt.

So habe ich eine Fortbildung und im Anschluss daran die Trainerinnenausbildung zu einer Gesprächsführungsmethode, dem „Motivational Interviewing“ gemacht – eine Methode der Gesprächsführung, bei der es schwerpunktmäßig vor allem um die Motivation einer Person geht.

Zusätzlich nahm ich an einer Weiterbildung zum „Zürcher Ressourcenmodell“ (ZRM), welches von Maja Storch und Frank Krause entwickelt wurde, teil. Dieses Modell beschäftigt sich mit dem gesamten Veränderungsprozess, also vom Beginn eines Veränderungswunsches bis zur Umsetzung und Aufrechterhaltung der Handlung.

Neurobiologische Erkenntnisse über das Gehirn und wie wir Handeln „erlernen“ werden hier mit psychologischen Grundlagen zu einer hilfreichen Methode für die Begleitung zu langfristiger Veränderung kombiniert.